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Detlef Berentzen wurde 1952 im Westfälischen geboren, besuchte in Bielefeld die obligatorische Volksschule und das berühmt-berüchtigte (Rats-)Gymnasium. Schon seine Nachkriegsjahre gerieten ihm zu "Radio-Days": Er verbrachte als Kind ganze Nachmittage vor einem freundlichen Röhrenradio namens "Telefunken Andante S" und die Nächte in der Mansarde seiner Großmutter mit einer alten "Philetta". Nach einer Lehre bei Oetker und Studien der Ökonomie und der Philosophie in Berlin erforschte er an der Spree weiterhin intensiv den Atem der Worte, wuchs schreibend heran, schrieb Gedichte, politisierte für undogmatische Szenezeitschriften, begleitete die Tageszeitung "taz" der frühen Jahre, deren Redaktion und Geschäftsführung er bis 1987 angehörte.

Berentzen war gemeinsam mit dem Maler Joern Schlund Gründer der Zeitschrift für Kindheit "enfant t.", die er fünf Jahre lang redaktionell betreute. Dazu kamen Funk (SFB u.a.), Fernsehen und auch Lehraufträge an der Berliner FU in Sachen Journalismus. Gerade die Wendeprozesse nach 1989 begleitete Berentzen für den SFB (später RBB) radiophon, kritisch und intensiv, moderierte in der Berliner Kulturbrauerei - inspiriert von Peter Härtling (dessen Biograph er ist) - die Ost-West-Gesprächsreihe "Erzähltes Leben". Berentzen hat seit Jahrzehnten für alle wichtigen Rundfunkanstalten Hörfunk-Features und Dokumentationen zu Politik, Geschichte, Bildung, Kultur und Literatur realisiert, die Titel seiner Stücke sind Legion: "Hermann - Nachdenken über Deutschland", "Supernanny goes Kinderladen",  "Fremd bin ich eingezogen...", "Geschmack radikaler Lust"..... Für SWR2-Wissen arbeitet er seit vielen Jahren - Pädagogik, Psychologie und Philosophie gehören hier zu seinen Schwerpunkten. Auf taz.de bloggt er als "Dr. Feelgood".

Der gelernte Schöneberger hat nie aufgehört, voller Neugier den sich verändernden Tonspuren des Lebens zu folgen. Er fragt, liest, sammelt, sucht, findet, schreibt, komponiert, ist mit Lesungen, Musikern und Theaterleuten unterwegs. Berentzen ist Vater, Großvater und mit einer Schwäbin verheiratet. Mehr geht nicht.